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Schock! Kriminelle Mafia verkauft Cyber-Werkzeuge: So einfach ist Betrug heute!

Internationale hackergruppe 'gxc team' zerschlagen!

Die spanische Guardia Civil hat eine hochprofessionelle Cyberkriminellen-Gruppe namens GXC Team ausgehoben, die als sogenannter “Crime-as-a-Service” (CaaS) Anbieter agierte. Das bedeutet: Sie verkauften komplette Betrugs-Kits, die es selbst unerfahrenen Tätern ermöglichten, Online-Betrug zu begehen. Von Ransomware-Software bis hin zu neun verschiedenen Android-Malware-Typen, die SMS-Nachrichten abfangen – die Auswahl war erschreckend groß und einfach zu bedienen. Kunden konnten die Software über Menüs personalisieren und so gezielt Opfer auswählen.

Phishing-maschinen für internationale opfer

Phishing-maschinen für internationale opfer

Das GXC Team hat ganze Dutzende von Webseiten spanischer und internationaler Unternehmen nachgeahmt – sogenannte Phishing-Seiten – und diese mit Schadsoftware versehen. Ihre Opfer waren vielfältig und umfassten Banken, Transportunternehmen und Online-Shops in Spanien, den USA, Großbritannien, Brasilien und der Slowakei. Der Schaden, der durch diese Aktivitäten entstanden ist, wird sich auf mehrere Millionen Euro belaufen.

Sprachfälschung mit ki: die neue welle der telefonbetrugs

Sprachfälschung mit ki: die neue welle der telefonbetrugs

Besonders perfide: Die Kriminellen verkauften auch hochentwickelte KI-basierte Tools zur Stimmenfälschung. Mit diesen konnte man die Stimme von Personen nachahmen und so für betrügerische Telefonanrufe genutzt werden – beispielsweise für Erpressungen oder Identitätsdiebstahl. Die Technologie hat das Niveau von Hollywood-Filmen erreicht und ermöglichte es, Opfer auf raffinierte Weise zu täuschen. Die Expertise des GXC Team ging weit über den durchschnittlichen Cyberkriminellen hinaus.

Kommunikation im darknet:

Kommunikation im darknet: 'stehlt eure großmütter!'

Die Kommunikation mit ihren Kunden erfolgte über ein russisches Forum und eine Telegram-Gruppe mit dem alarmierenden Namen “Stehlt eure Großmütter!”. Dies zeigt die skrupellose und zynische Denkweise der Täter. Die Guardia Civil verfolgte die Aktivitäten der Gruppe über einen Zeitraum von einem Jahr. Die Ermittlungen waren äußerst komplex und erforderten internationale Zusammenarbeit.

Der kopf hinter der operation: googlexcoder

Angeführt wurde die Bande von einem 25-jährigen Brasilianer, der in Spanien lebte und den Alias GoogleXcoder verwendete. Er war der Mastermind hinter der gesamten Operation und kommunizierte über gestohlene Telefonnummern und wechselte häufig seinen Wohnsitz, um der Strafverfolgung zu entgehen. Die Festnahme erfolgte schließlich in San Vicente de la Barquera (Kantabrien) nach einer intensiven Jagd.

Ein netzwerk von kriminellen: sechs festnahmen

Neben dem Kopf der Bande wurden weitere sechs Personen in Valladolid, Zaragoza, Barcelona, Palma de Mallorca, San Fernando und La Línea de la Concepción festgenommen. Bei den Durchsuchungen wurden Kryptowährungen und gestohlene Gelder sichergestellt. Die Ermittlungen zeigten, dass das GXC Team ein weitreichendes Netzwerk von Kriminellen aufgebaut hatte, die von ihren Diensten profitierten. Die Guardia Civil arbeitete dabei eng mit der brasilianischen Bundespolizei und der Cyber-Sicherheitsfirma Group IB zusammen.

Crime-as-a-service: die neue bedrohung im cyberraum

Die Verbreitung von Crime-as-a-Service-Plattformen nimmt in den letzten Jahren rasant zu. Die Entwicklung von Malware wird immer einfacher und die Personalisierung ist kinderleicht. Viele Cyberkriminelle programmieren ihre eigene Software nicht mehr, sondern kaufen fertige Kits, die sie nach Bedarf anpassen. Diese Kits beinhalten oft Bots und Cloud-Dienste, deren Miete sich auf hunderte Euro pro Tag beläuft – ein Preis, den Kriminelle bereitwillig zahlen, um hoffentlich Millionen an Beute zu erbeuten.