Europäische verteidigungsstrategie: eine ingenieurin gestaltet die zukunft

Die Debatte um Europas Verteidigungsfähigkeit ist in aller Munde – und Begoña Rojo Carralero steht im Zentrum dieser Entwicklung. Die Ingenieurin, seit 2023 bei GMV im Bereich Entwicklung von Geschäftsbeziehungen und institutionelle Angelegenheiten tätig, bringt über 25 Jahre Erfahrung in der Verteidigungsindustrie mit. Ihre Expertise ist gefragt, wenn es darum geht, europäische Initiativen voranzutreiben und die technologische Basis für eine widerstandsfähige Zukunft zu schaffen.

Von der technik zur strategischen planung: ein karriereweg mit weitblick

Begoña Rojo begann ihre Karriere in einer staatlichen Einrichtung, die dem spanischen Verteidigungsministerium untersteht. Ihre frühen Jahre konzentrierten sich auf technische Projekte, darunter die Entwicklung des „Soldaten der Zukunft“ und die Sensorisierung von Trainingsgeländen. Doch schon bald verlagerte sich ihr Fokus hin zur strategischen Planung, wo sie die Bedürfnisse der spanischen Streitkräfte mit den Anforderungen der NATO und der Europäischen Union in Einklang brachte. Es ist ein Wechsel, der ihre Fähigkeit unterstreicht, sowohl technische Details als auch übergeordnete Ziele zu verstehen.

Heute koordiniert sie bei GMV die Teilnahme des Unternehmens an europäischen Programmen, insbesondere am Europäischen Verteidigungsfonds. Dabei geht es nicht nur um die Beschaffung von Ausrüstung, sondern um das Schaffen einer robusten und unabhängigen europäischen Verteidigungsindustrie.

Die Zahlen sprechen für sich: In Spanien sind Frauen inzwischen 13,4 % der Militärangehörigen – 11 davon sind bereits Generäle. Doch die Herausforderungen sind noch nicht bewältigt. „Es geht darum, das volle Potenzial des weiblichen Talents zu nutzen“, betont Rojo.

Diversität als wettbewerbsvorteil: mehr als nur eine zahl

Diversität als wettbewerbsvorteil: mehr als nur eine zahl

Die Verteidigungsindustrie hat traditionell eine männlich dominierte Struktur. Doch dieser Wandel ist unumkehrbar. „Frauen bringen eine andere Perspektive ein, die zu besseren Entscheidungen und einer höheren Anpassungsfähigkeit führt“, erklärt Jimena Fernández, Projektmanagerin bei GMV und Expertin für den europäischen Kampfjet (NGWS/FCAS). Die Vielfalt der Teams ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung, sondern ein klarer Wettbewerbsvorteil.

GMV leistet dazu einen wichtigen Beitrag, indem es Technologie im Bereich Verteidigung, Sicherheit, Luft- und Raumfahrt entwickelt. Dies bedeutet, die Abhängigkeit von externen Anbietern zu reduzieren und sicherzustellen, dass strategische Entscheidungen auf national entwickelter Technologie basieren können. Projekte wie TALOS und SAPIIEM/CSD-SIERRA demonstrieren die Fähigkeit, modernste Fähigkeiten für das Kommando und die Kontrolle bereitzustellen.

Rosa Muñoz, ebenfalls Ingenieurin bei GMV, ergänzt: „Die Verteidigungsindustrie ist ein Sektor, der hohe Verantwortung erfordert und in dem Zuverlässigkeit und Sicherheit von größter Bedeutung sind.“

Der blick nach vorn: autonomie und technologische souveränität

Der blick nach vorn: autonomie und technologische souveränität

Die aktuellen geopolitischen Spannungen haben die Verteidigungspolitik in Europa und Spanien in den Fokus gerückt, was zu erhöhten Budgets und einem klaren Bekenntnis zur Stärkung der industriellen und technologischen Basis geführt hat. Es geht nicht mehr nur um Investitionen, sondern um eine bessere Planung, europäische Zusammenarbeit und die Gewinnung strategischer Autonomie. GMV spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung dieser Ziele, indem es zur Entwicklung kritischer Technologien beiträgt – von der Navigation und Positionierung bis hin zur Raumfahrt.

Die Zukunft der europäischen Verteidigung wird von Frauen wie Begoña Rojo Carralero mitgestaltet. Ihre Erfahrung und ihr Engagement zeigen, dass Innovation, Sicherheit und strategische Weitsicht Hand in Hand gehen können. Und das ist gut so.