Spacex bautet sateliot-plan ab: ein wettlauf um den 2-ghz-frequenzbereich beginnt!

Der Kampf um die begehrte 2-GHz-Frequenzbandbreite für Direct-to-Device (D2D)-Dienste hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Während EchoStar und Viasat das Band aktuell kontrollieren, versucht Sateliot, das Fundament dieser Machtbasis aufzuwühlen – ein Versuch, dem SpaceX und Globalstar alles andere als recht ist.

Ein regulatorisches minenfeld

Die Situation ist komplex. Eine 2012er Regelung der Federal Communications Commission (FCC) besagt, dass ein Betreiber sowohl terrestrische als auch satellitenbasierte Rechte benötigt, um Signalstörungen zu vermeiden. Dies schränkt neue Bewerber massiv ein, da sie entweder auf bestehende Betreiber oder deren Lizenzen zurückgreifen müssen. Sateliot hofft, diese Hürde zu überwinden, stößt aber auf erbitterten Widerstand von SpaceX und Globalstar.

SpaceX argumentiert vehement, dass das FCC lange Zeit betont hat, dass das 2-GHz-Band in den USA nur von einem einzigen Betreiber bedient werden kann. Sateliots Versuche, die sogenannte „Smallsat Order“ von 2019 – die kleinere Satellitensysteme in MSS-Bändern ermöglichte – zu nutzen, um die strikte Lizenzpolitik zu umgehen, wurden konsequent abgewiesen. Die FCC hat sich wiederholt auf die 2012er Regelung berufen und Anträge von Inmarsat, AST, Sateliot und sogar SpaceX selbst zurückgewiesen.

Globalstar, der aktuelle Nutznießer des exklusiven Zugangs, geht noch einen Schritt weiter und bemängelt Sateliots mangelndes Verständnis der FCC-Regeln für kleine Satellitensysteme. Das Unternehmen betont, dass die vereinfachten Verfahren keine zusätzlichen Frequenzrechte gewähren und dass Sateliot sich weiterhin an die bestehenden Regeln halten muss, insbesondere an die „Big LEO Band“, in der Globalstar exklusive MSS-Betriebsrechte besitzt.

Spacex

Spacex's strategie: exklusivität verteidigen

SpaceX verfolgt eine klare Strategie: die Verteidigung der Exklusivität im MSS-Frequenzbereich. Das Unternehmen hat bereits 2 GHz-Spektrum von EchoStar erworben und beantragt die Genehmigung, Satelliten zu starten, die dieses Spektrum nutzen können. Die neuen Starlink-Satelliten sollen eine 20-fache Durchsatzkapazität im Vergleich zu den aktuellen Satelliten bieten und eine 5G-Mobilfunkverbindung ermöglichen, die der terrestrischen LTE-Leistung vergleichbar ist. Die Botschaft ist klar: SpaceX will keine Konkurrenz im 2-GHz-Bereich.

Während SpaceX sich auf die Einhaltung der Regeln konzentriert, setzt Globalstar auf technische Argumente, um Sateliots Ambitionen einen Riegel vorzuschieben. Das Unternehmen warnt davor, dass die Zulassung eines neuen Betreibers zu einer Verringerung der Netzwerkkapazität und -zuverlässigkeit führen würde, insbesondere für kritische Notfalldienste.

Die Stille von AT&T, T-Mobile und Verizon bezüglich ihrer eigenen Satellitenpartnerschaften ist bezeichnend. SpaceX hat bewiesen, dass es entschlossen ist, neue Marktteilnehmer auszuschließen, und eine gemeinsame Initiative wird diesen Kurs kaum ändern. Das Unternehmen scheint entschlossen, seine Vorherrschaft im MSS-Bereich zu sichern und seine Ambitionen, mobile Dienste direkt aus dem Weltraum anzubieten, zu verwirklichen.

Die Einführung von Qualcomms X105 5G Modem-RF, das bald in Geräten zu finden sein wird, wird zwar neue Möglichkeiten für den Zugriff auf neu erworbene Frequenzen eröffnen, doch der Kampf um die Kontrolle über den 2-GHz-Frequenzbereich ist noch lange nicht entschieden. Die FCC muss hier mit großer Vorsicht vorgehen.

Die Entscheidung der FCC wird nicht nur die Zukunft von Sateliot und SpaceX beeinflussen, sondern auch die Entwicklung des Direct-to-Device-Marktes maßgeblich prägen. Es bleibt abzuwarten, ob die regulatorischen Hürden überwunden werden können und wie sich die großen Telekommunikationsunternehmen positionieren werden.