T-mobile: satelliten-anbindung wird einfacher – auch für konkurrenten!
Ein überraschender Schritt von T-Mobile könnte das Spiel im Bereich der Satellitenkommunikation neu ordnen: Die Anmeldung für den T-Satellite-Dienst ist nun auch für Kunden von AT&T und Verizon deutlich einfacher geworden. Lange Zeit galt die Nutzung als exklusiver Vorteil für T-Mobile-Nutzer, doch die Zeiten ändern sich – und das könnte die Konkurrenz spüren.

Die hürden beim satelliten-zugang fallen weg
Zunächst war die Registrierung für den Dienst, der insbesondere in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung eine wichtige Rolle spielt, kompliziert. Kunden von AT&T und Verizon mussten sich entweder telefonisch melden oder einen Store-Besuch in Kauf nehmen. Diese Umständlichkeiten dürften jedoch zum Zögern vieler geführt haben. Nun hat T-Mobile die Anmeldeformalitäten deutlich vereinfacht und ermöglicht es auch Kunden anderer Anbieter, sich unkompliziert über die eigene Website anzumelden. Ein Zugeständnis, das die Nutzung attraktiver machen und möglicherweise den Marktanteil von T-Mobile erhöhen könnte.
Die Zahlen sprechen für sich: Aktuell nutzen vor allem T-Mobile-Kunden den Satelliten-Dienst, genauer gesagt, machen sie über 71 Prozent der Verbindungen aus. Los Angeles County in Kalifornien erweist sich dabei als Hotspot für die Nutzung, vermutlich aufgrund der unübersichtlichen Topografie mit Bergen und Schluchten. Der durchschnittliche US-Nutzer ist lediglich 2,79 Prozent der Zeit von einem terrestrischen Netzwerk getrennt – ein kleiner Wert, der in Notfällen aber lebensrettend sein kann.
Die Frage, ob sich die 10 Dollar monatlich für Nicht-T-Mobile-Kunden und Kunden ohne entsprechende Tarife wirklich lohnen, wird wohl von der tatsächlichen Nutzung abhängen. Eine Analyse von TD Cowen deutet jedoch darauf hin, dass die meisten Kunden zumindest 5 Dollar für einen solchen Service bereit wären zu zahlen. Die Entscheidung von T-Mobile, die Anmeldeprozedur zu vereinfachen, ist somit ein kluger Schachzug, um die Attraktivität des Dienstes zu steigern und möglicherweise neue Einnahmequellen zu erschließen.
Doch die eigentliche Frage ist: Wie reagieren AT&T und Verizon? Bieten sie ähnliche Dienste an oder werden sie versuchen, den T-Mobile-Zugang zu neutralisieren? Die kommenden Monate werden es zeigen, ob diese Entwicklung tatsächlich einen Wandel im Markt für Satellitenkommunikation einleiten wird.
