Clicks communicator: der überraschende comeback-kandidat für kenner
Wer hätte gedacht, dass in einer Welt voller gigantischer Smartphone-Displays und glatter Oberflächen plötzlich wieder ein Gerät mit physischer Tastatur und Retro-Charme auftaucht? Clicks, einst bekannt für clevere iPhone-Zubehörteile, wagt mit dem Communicator einen mutigen Schritt – und ich muss zugeben, ich bin beeindruckt.

Ein hauch von blackberry in der modernen welt
Die Vorstellung, ein Smartphone mit einer Tastatur zu entwickeln, klingt in Zeiten von Touchscreen-Dominanz nach einer verrückten Idee. Doch Clicks scheint genau das zu verstehen, was viele Nutzer vermissen: Eine haptische, taktile Eingabe, die das Tippen wieder zum Vergnügen macht. Das Gerät selbst ist alles andere als gewöhnlich. Ein etwas „stämmiger“ Look, ein eckiges Display und natürlich die Signatur – die physische QWERTY-Tastatur. Wer hier auf ein bloßes „Digital Detox“-Gadget hofft, wird enttäuscht. Der Communicator zielt auf eine andere Zielgruppe ab: Nutzer, die Wert auf Effizienz, Funktionalität und ein unverwechselbares Design legen.
Was mich besonders positiv überrascht hat, ist die Atmosphäre, die ich auf der Mobile World Congress beim Clicks-Stand erlebt habe. Kein Gejammere über Detox-Kuren und übermäßige Bildschirmzeiten, sondern eine kleine, aber unglaublich engagierte Gruppe von Menschen, die mit Leidenschaft an ihrem Produkt arbeiten. Jeff Gadway, der Chief Marketing Officer, ist nicht nur ein Marketing-Experte, sondern jemand, der das Produkt wirklich versteht und dessen Wert erkennt. Er hat mich, einen eigentlich desinteressierten Beobachter von „digital minimalism“, tatsächlich überzeugt.
Ein Blick auf die Details: Das Clicks Communicator bietet einige klassische Features, die man bei modernen Smartphones vermisst: Ein LED-Indikator, ein microSD-Kartensteckplatz und einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Das Design ist durchdacht, die Tasten sind leicht schräg angeordnet, was ein intuitives Tipperlebnis ermöglicht. Und das Beste: Wechselbare Rückseiten in verschiedenen Farben und Texturen sorgen für frischen Wind.
Peter Huber, der Schöpfer von Niagara Launcher, hat ebenfalls auf der MWC gestrahlt. Clicks arbeitet mit Niagara zusammen und integriert diesen Launcher standardmäßig auf dem Communicator. Ein cleverer Schachzug, denn Niagara Launcher fokussiert auf das Wesentliche – eine effiziente und übersichtliche Benutzeroberfläche, die Ablenkungen minimiert. Wer den Communicator kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt auch mit Niagara Launcher auseinandersetzen.
Die Tastatur selbst ist deutlich größer als bei den Clicks-Tastaturhüllen für das iPhone. Ich konnte während meines Gesprächs mit Clicks zwar nur Dummy-Einheiten ausprobieren, aber die Tastatur machte einen vielversprechenden Eindruck. Es bleibt abzuwarten, ob das Tippen tatsächlich schneller sein wird als auf einer Touchscreen-Tastatur, aber zumindest die Möglichkeit besteht.
Der offizielle Verkaufsstart ist für „später im Jahr“ geplant, voraussichtlich im zweiten Quartal. Wer sich jetzt für den Communicator entscheidet, kann ihn zum Early-Bird-Preis von 399 € reservieren. Ein Preis, der angesichts der Einzigartigkeit des Geräts durchaus angemessen erscheint. Zusätzlich erhält man zwei Bonus-Rückseiten im Wert von 100 €.
Mit einem MediaTek Dimensity 8300 (MT8883) Chipset, 256 GB Speicher (erweiterbar via microSD), einem 4-Zoll AMOLED-Display und vermutlich exzellenter Akkulaufzeit bietet der Clicks Communicator kein typisches Highend-Smartphone-Erlebnis. Aber er verspricht eine einzigartige mobile Computing-Erfahrung, die auf Effizienz, Haptik und ein unverwechselbares Design setzt. Wer auf der Suche nach einer Alternative zum Mainstream ist, sollte dem Clicks Communicator definitiv eine Chance geben.