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Hampster-power: spanischer teenager lädt smartphone mit nager auf!

Wer hätte gedacht, dass das knabbernde Haustier im Käfig bald für den Strom in unseren Smartphonesverantwortlich sein könnte? Ein 13-jähriger Erfinder aus Spanien hat bewiesen, dass es möglich ist, ein Smartphone mit Hilfe eines Hamsters aufzuladen – und das ist weit mehr als nur ein skurriles Experiment.

Der junge tüftler flamethrower und seine ungewöhnliche idee

Der junge tüftler flamethrower und seine ungewöhnliche idee

Flamethrower, wie er auf YouTube genannt wird, hat sich mit gerade mal 14 Jahren eine kleine Fangemeinde von fast 72.000 Followern erarbeitet. Seine Videos, in denen er mit Arduino-Boards, Motoren und anderen elektronischen Bauteilen herumexperimentiert, sind faszinierend und zeigen ein Talent, das seinesgleichen sucht. Sein jüngstes Projekt ist dabei besonders erstaunlich: Er hat es geschafft, das Smartphone seines Bruders mit der Kraft eines Hamsters zu betreiben.

Die Idee kam ihm dabei ganz einfach: Hamster lieben es, in ihrem Laufrad zu laufen – und das aus gutem Grund. Sie brauchen die Bewegung, um fit zu bleiben und Übergewicht vorzubeugen. Flamethrower dachte sich: Wenn etwas sich dreht, kann es auch Energie erzeugen. Und tatsächlich, die physikalische Theorie stimmt: Ein 5-Volt-Motor, der an ein Laufrad gekoppelt ist, sollte theoretisch genügend Strom liefern, um ein Smartphone zu laden.

Doch die Umsetzung ist alles andere als trivial. Ein Hamster ist kein zuverlässiger Stromgenerator. Er läuft nicht, wenn man es braucht, sondern nur, wenn er Lust dazu hat. Hier kommt die erste Hürde ins Spiel: Flamethrower löste sie, indem er eine Batterie anschloss, die die Energie speichert, die der Hamster beim Laufen erzeugt. Aber auch hier gab es ein Problem: Batterien brauchen einen konstanten Stromfluss, um geladen zu werden. Ein Hamster hingegen ist alles andere als konstant – mal rennt er schnell, mal langsam, mal steht er still.

Hier griff Flamethrower auf einen CJMCU-2557-Energierückgewinnungs-Chip zurück, der typischerweise für Solaranlagen und andere unregelmäßige Energiequellen verwendet wird. Dieser kleine Platinchip stabilisiert die Spannung und sorgt dafür, dass die Energie in die Batterie eingespeist werden kann. Ein USB-Verstärker, der für knapp einen Euro auf AliExpress bestellt wurde, rundete das System ab und ermöglichte den Anschluss des Smartphones.

Und woher kam die Batterie? Natürlich aus dem alten, kaputten E-Scooter des Bruders. 40 Lithium-Ionen-Akkus, die Flamethrower aus dem Schrott entnahm. Der Motor, ein 20-Volt-Modell, fand er in einem alten Staubsaugerroboter (Roomba). Die restliche Arbeit bestand im sorgfältigen Zusammenbau der Kabel – und siehe da, das kuriose Gerät funktionierte! Der Hamster lief im Laufrad, der Motor wurde angetrieben, der Chip stabilisierte die Spannung, die Batterie wurde geladen und das Smartphone lud sich.

Die Leistung ist zwar noch gering. Ein Hamster kann nicht mit einem Stromnetz mithalten, und das Smartphone wird nicht täglich vollständig aufgeladen. Aber immerhin gelingt es, alle paar Tage eine volle Ladung zu erreichen. Ein bemerkenswerter Erfolg, der zeigt, dass mit Kreativität und ein wenig technischem Geschick auch aus scheinbar unbrauchbaren Ressourcen Energie gewonnen werden kann.

Flamethrowers Erfindung ist kein praktischer Ersatz für eine Steckdose, aber sie demonstriert auf eindrucksvolle Weise, dass alternative Energiequellen auch in den kleinsten und ungewöhnlichsten Formen existieren. Ein Haustier als Stromquelle – wer hätte das gedacht?