Spanische innovation: der rhinos – ein kampfroboter der neuen generation
Die militärische Landschaft verändert sich rasant, und Spanien katapultiert sich mit einer beeindruckenden Entwicklung an die Spitze: Der Rhinos. Dieser neue, schwerer Bodenroboter (UGV) verspricht, die Art und Weise, wie Armeen operieren, grundlegend zu verändern – und das weit über das bloße Abstützen von Soldaten hinaus. Es geht um eine neue Dimension der taktischen Flexibilität und Sicherheit.
Ein schwergewicht unter den bodenfahrzeugen
Während leichte UGV bereits etabliert sind, konzentriert sich Miriad nun auf das Segment der schweren Roboter. Der Rhinos ist das Ergebnis dieser ambitionierten Strategie. Es handelt sich nicht um das erste Projekt der spanischen Firma im Bereich autonomer Fahrzeuge – der Taurus XL legte bereits den Grundstein – doch der Rhinos setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Größe, Panzerung und Funktionalität. Die Produktion wird vollständig in Spanien, in Fabriken von Madrid bis Andalusien, stattfinden, was die Bedeutung dieser Entwicklung für die nationale Wirtschaft unterstreicht.
Die aktuelle OTAN-Übung in der Slowakei, bei der Spanien eine Führungsrolle übernimmt, verdeutlicht den wachsenden Bedarf an solchen Systemen. Der Rhinos könnte hier eine entscheidende Rolle spielen, indem er nicht nur das Feuer unterstützt, sondern auch eine zuverlässige Plattform für Aufklärung und Schutz bietet.

Robust und vielseitig: die technischen details
Der Rhinos beeindruckt mit seinen Abmessungen (5,5 Meter lang, 2,5 Meter breit, 1,7 Meter hoch) und einem Gewicht von 10,5 Tonnen. Er kann eine Nutzlast von 3,5 Tonnen transportieren und bietet dank seines 6x6-Antriebs und des EREV-Systems (erweiterter Reichweite mit Dieselgenerator) eine hohe Geländegängigkeit. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße beträgt 90 km/h, im Gelände sind es rund 45 km/h. Die STANAG 4569 Panzerung auf Level 3 schützt den Roboter vor Beschuss, während die LiFePO₄-Batterie mit 180 kWh für eine beträchtliche Betriebsdauer sorgt.

Autonomie in jeder situation
Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit des Rhinos, auch in Umgebungen ohne GNSS-Signal (GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou) autonom zu operieren. Durch die Nutzung einer Glasfaserverbindung bis zu 20 km Länge kann der Roboter ferngesteuert werden, und die integrierte LYNKS-Software ermöglicht eine nahtlose Integration in taktische Netzwerke und Schwarmoperationen. Das SAIS-System, eine intelligente Sensor-Suite von Miriad, liefert eine umfassende Situationserkennung, auch unter schwierigen Bedingungen oder bei elektronischer Kriegsführung.

Mehr als nur feuerkraft: der rhinos als taktischer faktor
Der Rhinos ist nicht nur eine mobile Feuerwaffenplattform. Er dient als sensorisches Auge und Gehirn, das Informationen sammelt, analysiert und an andere Einheiten weiterleitet. Die optionale amphibische Variante, Sea Rhinos, erweitert den Einsatzbereich auf Küstengebiete und Landungsoperationen. Mit der HORN30 Fernfeuerstation, die Miriad Engineering entwickeln wird, kann der Rhinos eine Feuerkraft von bis zu 750 Schuss pro Minute ausstoßen und ist somit ein ernstzunehmender Gegner für feindliche Infanterie, leichte Fahrzeuge und Drohnen.

Ein meister seines fachs: die synergie mit taurus
Der Rhinos ist kein Einzelkämpfer. Er ist Teil einer umfassenden Strategie von Miriad, die den Taurus – in seiner Recon-Variante ein fortschrittliches Aufklärungssystem – in den Mittelpunkt stellt. Taurus erkennt, klassifiziert und verteilt Informationen, während der Rhinos mit seiner Feuerkraft und seinem Schutz die Manöver unterstützt. Diese Kombination, gesteuert durch die LYNKS-Software, schafft eine operative Architektur, die weit über die Summe ihrer Einzelteile hinausgeht. Die Zukunft der Kriegsführung ist autonom – und Spanien ist bereit.
