Youtube premium: peacock-deal macht premium-abo überraschend kompliziert
Wer auf YouTube Premium setzt, um Werbung zu meiden und Inhalte offline zu genießen, könnte bald einen unerwarteten Zusatz zum Abo bekommen – mit einem Haken. Google hat eine Partnerschaft mit NBCUniversal bekannt gegeben, die ab 2027 YouTube Premium-Abonnenten in den USA Zugriff auf den Peacock-Streamingdienst gewährt. Doch der Deal ist alles andere als ein Geschenk.
Die kehrseite des angebots: werbung inklusive?
Die Ankündigung sorgte bei vielen YouTube Premium-Nutzern für Stirnrunzeln. Schließlich wurde das Abo gerade um einige Euro teurer – sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien. Nun bekommen sie Peacock Premium dazu, allerdings in der werbefinanzierten Variante. Wer die Werbung loswerden möchte, muss also zusätzlich bezahlen. Ein subtiler Seitenhieb von Google, der die jüngsten Preiserhöhungen kaum rechtfertigt.
Das Echo in der Community ist entsprechend gedämpft. Auf Reddit regt sich Unmut darüber, dass man für ein Premium-Abo nun wieder Werbung in Kauf nehmen muss. Es sieht so aus, als ob Google versucht, den bitteren Nachgeschmack der Preiserhöhungen mit einem vermeintlichen Mehrwert zu überspielen, der in Wahrheit nur eine weitere Kostenstelle darstellt.

Sport-übertragungen und universal+ im fokus
Es gibt aber auch Lichtblicke. Neben Peacock sollen über YouTube zudem einige Live-Sportveranstaltungen gestreamt werden, was insbesondere Sportfans freuen könnte. Zudem plant NBCUniversal, in ausgewählten Märkten auch Universal+ und Hayu über die Partnerschaft anzubieten. Ob diese zusätzlichen Inhalte den Aufpreis für YouTube Premium wirklich rechtfertigen, bleibt jedoch abzuwarten.
Die Partnerschaft könnte für einige Nutzer durchaus attraktiv sein, insbesondere wenn sie ohnehin Peacock nutzen würden. Rechnet man die Kosten für ein separates Peacock-Abo (10,99 Euro pro Monat) hinzu, könnte die Kombination aus YouTube Premium und Peacock eine kostengünstigere Alternative darstellen. Allerdings ist es fraglich, ob viele Nutzer bereit sind, für Inhalte, die sie bereits abonnieren, erneut zu zahlen – besonders, wenn diese Inhalte mit Werbung versehen sind.
Die Zukunft wird zeigen, ob Google mit diesem Deal tatsächlich seine Premium-Abonnenten glücklich machen kann oder ob er nur dazu dient, die Einnahmen zu steigern, während die Nutzer mit Kompromissen leben müssen. Eine Sache ist jedoch klar: Die Preiserhöhungen bei YouTube Premium haben das Vertrauen vieler Nutzer nachhaltig beschädigt. Und ein Deal, der mehr Fragen aufwirft als er beantwortet, wird diesen Zustand kaum verbessern.
